NACHSITZEN!!!!

 

So leicht hatten wir es ja schon angedeutet in unserer letzten Verlautbarung und jetzt ist es amtlich: Der Verdauungsschnaps ist destilliert, abgefüllt und bereit zur Auslieferung. Das South Of Mainstream Festival ruft zum kollektiven Nachsitzen! Ein indifferentes Gefühl, doch noch nicht alles gesagt zu haben und eine gar nicht mal leichte Frustration darüber, dass einige unserer Lieblingsbands das Festival im Vorfeld absagen mussten sowie darüber, dass wir aus vielen verschiedenen Gründen einige Bands, die wir gerne gebucht hätten, nicht spielen lassen konnten, haben wir uns entschlossen einige dieser Bands doch noch auf eine gemeinsame Bühne zu bringen. Großer Dank gebührt hier unserem Freund Marco von Octacle Booking und dem Friction Festival, der die ursprüngliche Idee dazu hatte und auch für die Vorbereitung dieser Events verantwortlich ist: An insgesamt drei Abenden im Februar präsentieren wir je zwei Minifestivals in Leipzig und Berlin mit je vier Acts pro Abend.

Alle Einkünfte dieser Shows sollen helfen, den herben finanziellen Verlust des South Of Mainstream Festivals etwas abzufedern. Wir haben ja schon deutlich gemacht, wie wir über den finanziellen Misserfolg denken und wir hoffen ihr Fans versteht das nicht als Bettelei, immerhin sind wir keine Erdbebenopfer und haben hier keinen Spendenaufruf gestartet. Vielmehr haben wir uns überlegt, es doch nochmal mit dem zu versuchen, was uns am meisten Spaß macht: Musik.

Und hier ist das Ergebnis! Seht euch dieses LineUp an! Es wird so großartig und wir hoffen euch alle in Leipzig und Berlin zu sehen!

Alle Shows werden PÜNKTLICH um 19:30 beginnen und um Mitternacht beendet sein.

 

Es ist vollbracht!

Es war einmal ein Festival – so könnten wir anfangen, das Märchen zu erzählen. Wenn es ein Märchen wäre. Nach Wikipedia sind Märchen “Prosatexte, die von wundersamen Begebenheiten berichten.”  Soweit so gut. Trifft. Aber Märchen sind frei erfunden. Und dieses Festival war es nicht. Es war Realität. Und so real wie seine Existenz ist auch sein Ende. Dass es nicht weitergeht, haben wir ja bereits auf dem Festival verkündet und die Gründe auch bereits angerissen. Trotzdem sollen sie hier noch einal breitgetreten werden für alle die, die nicht dabei sein konnten:

2012 war die letzte Ausgabe und sie war ein Abschied, wie man ihn sich nur wünschen kann – perfektes Wetter, ein LineUp, das keine Wünsche offenließ und von dem wir, als wir anfingen, nicht zu träumen gewagt hätten. Als wir 2006 begannen, war unser Ziel genau das, was wir am ersten Wochenende im September 2012 erlebt haben:  Fans und Musiker, die miteinander feiern und Musik genießen und wertschätzen – aber mit einer durchaus konzeptionellen Unterfütterung wie z.B. der konsequenten Distanzierung von kommerziellen Vermarktungsstrategien der Popkultur. Wir wollten Künstlern ein Forum bieten, die der Oberflächlichkeit heutiger Popkultur Inhalte entgegensetzen. Wir wollten zeigen, dass es auch anders geht, dass man so ein Festival aufziehen kann, ohne sich dem Diktat der Masse oder übermächtiger Agenturen zu unterwerfen. Wir wollten zeigen, dass es Fans gibt, die nicht nur auf die großen Namen schielen, sondern zu einem Festival kommen um zu entdecken, auch oder gerade: genreübergreifend. Unser LineUp hat das all die Jahre deutlich gemacht – kaum ein Besucher konnte von sich behaupten, alle Bands zu kennen und die meisten kamen, weil sie sich überraschen lassen wollten und uns genau dieses Vertrauen geschenkt haben, nämlich dass wir euch nicht enttäuschen mit unserer Auswahl. Dafür  sind wir euch von Herzen dankbar.

Aber auch hinter der Bühne haben wir einen bestimmten Anspruch gehabt, der 2012 besser als je zuvor aufgegangen ist; wir wollten, dass Musiker miteinander ins Gespräch kommen, sich gegenseitig kennenlernen und in einer immer kleiner werdenden Szene merken, wie sehr wir alle aufeinander angewiesen sind. Das setzt natürlich eine gewisse Bereitschaft der Musiker voraus, sich mit anderen Stilen und anderen Herangehensweisen auseinanderzusetzen und genau diese Bereitschaft war für uns auch immer ein Kriterium bei der Bandauswahl wie auch bei unserer generellen Arbeit als Label und Agentur.

Und zu diesen beiden Eckpfeilern kamen dann noch ganz pragmatische Interessen: Spaß und laute Musik.  Die Unterstützung von Bands und Künstlern, die auf den großen Festivals keine Chancen haben und natürlich die Idee,  mit euch, den Fans,  in familiärem Rahmen ohne Security-Generve und übertriebenen Beschränkungen sattsam bekannter Massenveranstaltungen die Musik hören und sehen zu können für die unser Herz schlägt.

Wie sehr dieses Konzept aufgegangen ist, haben viele von euch und wir selbst im September erlebt. Wir haben dem nichts mehr hinzuzufügen. Wir haben alles erreicht, was wir wollten und konnten uns in dem Moment verabschieden, in dem alles so perfekt zusammengepasst hat, dass man es nicht mehr besser machen kann.

Sicher, die Besucherzahlen waren 2012 nicht ausreichend, um auch nur in die Nähe einer Kostendeckung zu kommen. Auch das muss gesagt werden. Trotzdem hat die finanzielle Situation keinen Einfluss auf unsere Entscheidung, die schon vorher feststand. Der materielle Misserfolg wiegt schwer und tut weh. Es wird einige Zeit brauchen, bis wir uns davon erholt haben, trotzdem wäre es schade, wenn sich das als Schatten über die Erinnerung an das Festival legen würde. Zumal es eben auch etwas ist, was sich unserem Einfluss entzieht. Sowas kann man nicht kontrollieren oder planen und deshalb lohnt es nicht, sich zu grämen. Oder formulieren wir es mal etwas direkter: schlimmer wäre es, wenn wir einen ordentlichen Reibach auf einem Festival mit Scheiß-Atmosphäre gemacht hätten. Dann lieber so.

In diesem Sinne sagen wir Tschüss. Wir sind nicht aus der Welt und sehen uns bestimmt auf Festivals oder in Clubs, die entweder das weitertragen, was wir uns vorgestellt haben, oder dort wo es das schon lange vor uns gab, und wo wir viel von dem gelernt haben, was das SOM ausgemacht hat – wir sehen uns im Schokoladen Berlin, Beatpol Dresden, UT Connewitz Leipzig, im JAZ in Rostock, auf der Rotormania, dem Misty Mountain Festival, dem Tinnitus Festival, dem Discorporate Festival, Droneburg, dem E-Lite Culture, Monsters Of Närmberch, Low Frequency Assault, Incubate, dem Friction Fest und natürlich dem Roadburn!

Ein Dank nocheinmal an alle, die in den letzten Jahren auf allen fünf Festivals mitgeholfen, gearbeitet und sich eingebracht haben – ohne jeglichen finanziellen Anreiz. Team, Künstler, Helfer – ohne euch hätten wir das nie geschafft!

Bitte haltet uns die Treue und checkt diese Seite weiterhin. Vielleicht haben wir ja noch einen Verdauungsschnaps für euch – genaues können wir noch nicht verraten, aber es gibt eine Idee, die sich in den nächsten Wochen materialisieren wird.

Wer Fotos oder Videos hat und die von hier verlinken oder hochladen möchte – meldet euch! Wir nehmen sie gerne auf.

Andreas

 

South Of Mainstream Festivals Shirts

…sind nun über den EOM Webshop verfügbar – solange der Vorrat reicht:

http://www.mainstreamrecords.de/shop/misc

 

 

FOTOS FOTOS FOTOS:

eine bunte Sammlung von unserem Hausfotografen KLAUS NAUBER

 

VIDEOS VIDEOS VIDEOS:

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SOUTH OF MAINSTREAM FESTIVAL

Andreas Kohl
Friedrich-Engels-Straße 68
14822 Borkheide
Germany

e-mail: exile(at)mainstreamrecords.de

VAT ID No.: DE 215151833

WICHTIG: Wir akzeptieren keine Bandbewerbungen. Das South Of Mainstream Festival wird es nicht mehr geben. 2012 war die letzte Ausgabe.